Altmoorhausen (ots) –

Die Kreisfeuerwehr Landkreis Oldenburg hat am vergangenen Wochenende erfolgreich einen Lehrgang zur Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) für Einsatzkräfte durchgeführt. An zwei Wochenenden trafen sich 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Ortsfeuerwehren des Landkreises in Altmoorhausen.

Ziel der Ausbildung ist es, in jeder Ortsfeuerwehr mindestens eine Person zu haben, die nach belastenden Einsätzen als erster Ansprechpartner für die eigenen Kameradinnen und Kameraden zur Verfügung steht. Die ausgebildeten PSNV-Ersthelfer ergänzen die professionellen Fachkräfte der Hilfsorganisationen und sind innerhalb ihrer Feuerwehr erste Ansprechpersonen, die schnell und niedrigschwellig Unterstützung leisten können. Die Ausbildung basiert auf einheitlichen Standards und wird auch von anderen Hilfsorganisationen anerkannt.

Als Dozentin leitete Ute Gode vom Malteser Hilfsdienst den Lehrgang, unterstützt von Jens Braun und Matthias Corssen. Die Inhalte umfassten rechtliche Grundlagen, Psychotraumatologie sowie Eigenschutz und Selbstfürsorge – abgerundet durch praktische Fallbeispiele. Eines davon verdeutlichte die besondere Herausforderung dieser Aufgabe: Eine Feuerwehr wird zu einem Verkehrsunfall alarmiert – vor Ort stellt sich heraus, dass ihr eigener Kamerad in dem Fahrzeug eingeklemmt ist. Die Einsatzkräfte müssen gleichzeitig professionell arbeiten und mit der emotionalen Belastung umgehen. Genau für solche Situationen braucht es ausgebildete PSNV-Ersthelfer.

Da eine PSNV-Kraft bei Betroffenheit der eigenen Feuerwehr nicht eingesetzt werden kann, sind die ausgebildeten Kräfte aus den verschiedenen Ortsfeuerwehren des Landkreises bewusst gemeindeübergreifend vernetzt. So kann im Bedarfsfall schnell eine unabhängige Ansprechperson aus einer benachbarten Feuerwehr hinzugezogen werden – ein Prinzip, das die Kreisfeuerwehr Landkreis Oldenburg künftig weiter ausbauen möchte.

„Die durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, dass wir mit diesem Lehrgang den richtigen Schritt gegangen sind. Wir werden das Thema weiter vertiefen und den Aufbau des PSNV-Netzwerks im Landkreis weiter vorantreiben“, so Kreisbrandmeister Frank Hattendorf.

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